Wichtige Information vom Förderverein Leichtathletik
Wir suchen Helfer für den Verkauf am Stand des Fördervereins bei den Kirchheimer Meisterschaften am 19.09.09.
Erstmals seit Gründung des Fördervereins fehlen Angie und Hans Ehrenreich. Auch Eva Reichel, die sich unentbehrlich gemacht hat, wird fehlen. Das heißt, dass wir mindestens drei Helfer brauchen , die ganztags zur Verfügung stehen oder entsprechend mehr in „Teilzeit“.
Bitte meldet Euch/melden Sie sich so schnell wie möglich, da wir am 13.09.09 entscheiden müssen, ob es am Wettkampftag einen Verkaufsstand des Fördervereins geben wird. Die Einweisung erfolgt rechtzeitig vor dem 19.09.09 und ggf. noch am Samstag Morgen. Für Detailfragen steht Ihnen Hans Ehrenreich zur Verfügung (Kontakt siehe: http://www.ksc-la.de/?page_id=118 ).
Stand 12.09.09 15:00 Uhr: bisher drei Absagen und nur eine Zusage!
Stand 15.09.09 20:00 Uhr: Dank allen, die sich gemeldet haben. Jetzt brauchen wir nur noch einen, der beim Aufräumen hilft.
Die Verkaufserlöse gehören zu den wichtigsten Einnahmequellen des Fördervereins und kommen zu 100 % unseren Athleten zugute.Â
Ihr Vorstand des Fördervereins
Die Süddeutsche Zeitung hat über Ishani Kumar und ihren Einsatz als freiwillige Helferin bei der Leichtathletik Weltmeisterschaft in Berlin 2009 einen Artikel veröffentlicht. Für alle, denen dieser Bericht entgangen sein sollte, gibt es diesen hier zum Nachlesen.
Die Reise zu den Deutschen Mehrkamfmeisterschaften vom 28.08.-30.08.09 in Lage waren für die Kirchheimerin Sunita Kumar (Jg. 89) ein voller Erfolg. Mit ihrer besten Platzierung, dem achten Platz, auf einer Deutschen Meisterschaft trat Sunita nach zwei Tagen und sieben Disziplinen die Heimreise wieder an.
Mit 4753 Punkten blieb Sunita zwar 154 Punkte hinter ihrer Bestleistung (4907 Punkte) von den Südbayerischen Meisterschaften in Aichach zurück und zeigte auch nach kleineren Startschwierigkeiten in den ersten beiden Disziplinen vorbildlichen Wettkampfwillen. Im Mehrkampf gilt schließlich: Abgerechnet wird zum Schluss!
Gerade in ihrer Paradedisziplin im Mehrkampf, den 100m Hürden, musste Sunita nach einem „Strauchler“ an der ersten Hürde wichtige Punkte abgeben. Mit ihrer Zeit von 14,81 Sekunden fand sich Sunita zunächst auf dem siebten Platz wieder, dennoch zeigte sich die Kirchheimerin sichtlich enttäuscht; ihre diesjährige Bestleistung liegt schließlich bei 14,30 Sekunden. Auch wenn sich Sunita als eine relativ erfahrene Athletin bezeichnen kann, so verwundert es dennoch, dass sie sich beim Einspringen für den Hochsprung durch ihre Konkurrentinnen, die reihenweise die 1,60m locker überquerten, immer noch irritieren lässt. Unglücklich scheiterte Sunita bei 1,60m und so konnte sie am Ende eine Höhe von 1,57m im Hochsprung für sich verbuchen. Übrigens: Die anfänglich so souveräne Konkurrenz war letztendlich im Wettkampf nicht mehr so sicher; Wettkampf und Einspringen sind einfach zwei verschiedene Paar Schuhe! Das Kugelstoßen absolvierte Sunita mit guten 10,61m. Ihren ersten Tag beendete Sunita mit ebenfalls guten 26,87 Sekunden über 200m.
Mit „Strauchler“ über die Hürden – Sunita Kumar (Foto: Stuffer)
Der zweite Tag im Siebenkampf begann für Sunita sehr verheißungsvoll. Mit sehr guten 5,43m im Weitsprung bestätigte Sunita ihre beständige Entwicklung in diesem Jahr. Vor dem anschließenden Speerwurf herrschte jedoch Unruhe: „Wo sind meine Speere?“ Das Kampfgericht hatte Sunitas Speere versehentlich an die falsche Wettkampfstätte gebracht, die jedoch bald wieder ausfindig gemacht werden konnten. Nach wiederholt sehr guten Trainingsleistungen im Speerwurf galt es für Sunita endlich die 40m Marke zu übertreffen. Leider landete ihr bester Versuch bei nur 35,18m. „Ich hatte einfach kein Gefühl!“ Nach nun sechs Disziplinen fand sich Sunita vor dem abschließenden 800m Lauf auf Platz 8 wieder. Eine Situation wie im vergangegen Jahr bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Hannover, wo Sunita von Platz 8 bis auf den 15. Platz durchgereicht wurde. Dies sollte ihr in diesem Jahr nicht wieder passieren. In einem sehr engagierten Rennen konnte Sunita mit der Führungsgruppe gute 650m mithalten und am Ende eine Zeit von 2:34,49 erlaufen. Platz Acht war gesichert und erreicht! Herzlichen Glückwunsch!
Neben einem Athlten bzw. einer Athletin soll an dieser Stelle namentlich auch dem Trainerteam der Sch/i A, Jugend und Junioren aus Kirchheim für ihre Arbeit mit Sunita und allen Athletinnen und Athleten gedankt werden. Eigentlich heißt es zwar, dass viele Köche den Brei verderben, dennoch scheint diese beim Kirchheimer SC nicht der Fall zu sein. Eine herzliches Dankeschön an Andi Streng, dem „Chef“, Martin Kallmeyer, Motivator und Mann für das „Grobe“ (Krafttraining), Peter Hargasser, dem Mann für das „Feine“ (v.a. in den Bereichen Hürde und Weitsprung) und Karin Ertl, der Frau für das „Feine“ (v.a. im Hochsprung und über die Hürden) und für die Dinge im 7-Kampf, von denen die drei genannten Jungs sowieso keine Ahnung haben.
Beste Platzierung auf einer DM – Sunita Kumar auf Platz 8 (Foto: Streng)
Seitdem feststand, dass die 12. Leichtathletik Weltmeisterschaft in unserem Land, genau gesagt in unserer Hauptstadt Berlin, statt findet, setzte ich alles daran, bei diesem Großevent als Volunteer mit dabei zu sein. Da ich 2002 bei der Europameisterschaft in München wegen eines Auslandsaufenthalts verhindert war, teilzunehmen, war mein Wille um so größer, in Berlin „an den Start zu gehen“.
Im Juni erfuhr ich endlich, in welchem Bereich ich eingesetzt war, das TIC (Technical Information Center). Das TIC ist eine Art Schnittstelle zwischen den einzelnen Mannschaften und dem Sporttechnik-Bereich, bei dem sich alles um die Leichtathletik als Sportart dreht. Zunächst konnte ich mir noch nicht so ganz vorstellen, was dort auf mich zukommen würde, und so fuhr ich mit etwas gemischten Gefühlen nach Berlin, hauptsächlich aber mit großer Vorfreude, dass es endlich soweit war.
Bei uns ging die Arbeit bereits 5 Tage vor der WM los. Ich reiste am 10.8. an und ab 11.8. war schon voller Einsatz gefragt, nachdem alle ihre Akkreditierung und ihre Kleidung bekommen hatten. Danach mussten wir uns unser TIC erst einmal herrichten, nachdem wir in einer Art Heizungsraum untergebracht waren. Mir sehr viel Ideenreichtum und Kreativität haben wir das ganz gut hinbekommen. Die nächsten Tage bis zum endgültigen Start der WM am Samstag 15.8. vergingen wie im Fluge und wir waren zum Teil von früh morgens um 7 bis spät abends um 24 Uhr beschäftigt, alles startklar zu machen.
Zwei Tage vor der WM, am 13.8.09 gab es noch eine Generalprobe, der U23-Länderkampf zwischen Österreich, Schweiz, Polen und Deutschland, bei dem sich der deutsche Nachwuchs in Top-Form präsentierte und deutlich vor den Nachbarländern gewann. Mit diesem positiven Omen stand einer erfolgreichen WM nichts mehr im Wege.
Vor der offiziellen Eröffnungsfeier, die am Samstag abend im Stadion u.a. mit dem Einzug der Länder statt fand, gab es am Freitag abend noch eine große Welcome Party am Brandenburger Tor. Mit Musik von Klassik bis Pop und einigen Showeinlagen wurde die Athleten, Trainer, Betreuer, Volunteers und sonstige Funktionäre in Berlin begrüßt und gefeiert. Abschluss dieser Veranstaltung war ein Fahneneinzug der einzelnen Nationen mit musikalischer und tänzerischer Unsterstützung.
Am Samstag hatte das Warten dann endlich ein Ende und die 12. Leichtathletik Weltmeisterschaften waren eröffnet. Von den ersten paar Tagen habe ich von den Wettkampfgeschehnissen ehrlich gesagt nicht allzu viel mitbekommen, da wir im TIC sehr viel zu tun hatten. Neben einer Infostelle waren wir nämlich auch der Ort, an dem Einsprüche und Proteste gestellt wurden und da ging es am ersten Abend gleich hoch her. Unsere Aufgabe war es dabei, die Einsprüche schriftlich aufzunehmen, und einen Schiedsrichter dazuzuholen. Der musste dann seine Entscheidung (meistens ging es um eine Disqualifikation) rechtfertigen oder anhand von Video- oder Fotoaufnahmen beweisen. Wenn die Mannschaft dann immer noch unzufrieden war, konnte ein Protest (sog. „Appeal to the jury“) eingelegt werden. Hier durfte dann eine Jury aus internationalen Delegierten eine Entscheidung treffen, die endgültig war. Das war ein großer Teil unseres täglichen Geschäfts, wobei jeder Fall natürlich anders war. Bis auf wenige Ausnahmen ging es bei diesen Protesten aber immer sehr geregelt zu.
Neben dem TIC im Stadion, hatten wir auch noch zwei Außenstellen in den Athletenhotels, sog. CIDs (Competition Information Desk). Die CIDs hatten eine ähnliche Aufgabe wie wir im Stadion, waren also Anlaufpunkt für die Mannschaften direkt im Hotel. An einem freien Nachmittag statteten wir unseren Kollegen auch einmal einen Besuch ab, was wirklich sehr lustig war, da man sehr viele Athleten (u.a. Usain Bolt, Steven Hooker und noch viele mehr) einfach im Vorbeigehen traf. Auch zum Aufwärmplatz neben dem Stadion hatten wir mit unserer Akkreditierung Zugang, so dass wir gelegentlich dort einen Zwischenstopp einlegten, um zu sehen, wer sich dort gerade so rumtrieb.
Den 100m-Weltrekord-Lauf von Usain Bolt am Sonntag 16.8.09 ließ ich mir natürlich nicht entgehen und auch ein paar der Vorläufe (bei den Männern waren über 100 Teilnehmer gemeldet) schaute ich mir live an. Das Finale war aber wirklich eines der Highlights der ganzen WM und live dabei zu sein war echt ein Hammer!
Die ersten 3 Tage waren sehr anstrengend, v.a. weil wir ziemlich lange Arbeitszeiten hatten. Nachdem nach ein paar Tagen ungefähr absehbar war, zu welchen Zeiten bei uns die meiste Arbeit anstand, wurde eine Art Schichtdienst eingeführt. Eine Schicht morgens ab 7 oder 8 Uhr bis ca. 14 oder 15 Uhr und die zweite Schicht ab ca. 14 oder 15 Uhr und bis zum Ende (sehr unterschiedlich, zum Teil bis 23 oder 24 Uhr). Wir hatten dann meistens eine Vormittags- und eine Nachmittagsschicht im Wechsel. Doch selbst wenn ich frei hatte, blieb ich natürlich im Stadion, um mir die spannenden Wettkämpfe anzusehen. Insbesondere der Donnerstag 20.8.09 blieb mir sehr im Gedächtnis. Das Stadion war hier zum ersten Mal fast ausverkauft und es war eine super Stimmung, was natürlich auch an den vielen Entscheidungen mit deutscher Beteiligung an diesem Abend lag. Ariane Friedrich holte sich in einem packenden Duell mit der Kroatin Blanka Vlasic die Bronzemedaille und unsere Zehnkämpfer kämpften bis zum letzten Zentimeter bis spät abends um jeden Punkt. Und natürlich der zweite Weltrekord von Usain Bolt sorgte für eine fantastische Stimmung im Stadion!
Die letzten Tage musste ich leider zum Großteil arbeiten, konnte mich aber doch immer mal wieder ein paar Minuten ins Stadion schleichen. Die wichtigen Entscheidungen wie das Staffelbronze unserer Frauen habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen.
Wenigstens hatten wir auch einen Großbildfernseher in unserem TIC stehen, so dass wir auch einen Großteil der Wettkämpfe mitverfolgen konnten, wenn auch nicht ganz live. Die Jubelrufe aus dem Stadion hat man aber sogar bis zu uns gehört.
Nachdem alle Wettkämpfe vorüber waren, gab es noch einen Einzug aller Volunteers, bei dem dieses Fotos mit den amerikanischen Betreuern entstand.
Danach ging es schnell ans Aufräumen und Zusammenpacken, um dann auf die große Abschlussparty zu fahren. Die Feier fand in der Arena Treptow, einer großen Club-Halle mit angrenzendem Sandstrand und einer Strandbar in Berlin statt. Zunächst wurden noch die restlichen Siegerehrungen (800m Männer, 4x400m Männer, 4x400m Frauen) durchgeführt, bevor es endgültig ans Party machen, Abdancen usw. ging. Leider waren nur sehr wenige Athleten da, hauptsächlich traf man Helfer und Volunteers, auch ein paar Trainer und Betreuer.
Nach einer anstrengenden Zeit und einer kurzen letzten Nacht, ging es am nächsten Tag auf den Heimweg. Am Flughafen waren noch einige Athleten, Trainer, Betreuer etc. unterwegs, so dass noch ein Hauch der WM zu spüren war.
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich eine super coole Zeit hatte, viele neue Leute kennen gelernt habe und es immer viel Spaß gemacht hat. Ich kann jedem nur empfehlen, einmal bei so einer Großveranstaltung mitzumachen. Es ist wirklich eine tolle Erfahrung fürs Leben. Ich weiß soviel: Sobald wieder eine große Meisterschaft nach Deutschland oder in die Nähe kommt, werde ich sofort versuchen, wieder mit dabei zu sein.
Eine spannende und aus deutscher Sicht sehr erfolgreiche WM liegt hinter uns. Wer sich von dem „WM-Feeling“ angesteckt hat, die Lust auf mehr Bewegung vom vielen „WM-Gucken“ spührt, oder den großen Stars der Szene nacheifern will, der hat in den Wochen vom 24.08.-06.09.09 die Möglichkeit jeweils am Montag, Dienstag und Donnerstag von 18.30-20.30 Uhr dies zu tun.
Weiterhin schöne Ferien und nicht vergessen: „Garmisch“ steht für die Großen bald an; die Jugendherberge ist schon gebucht!
Impression aus dem Berliner WM-Stadion (Foto: Streng)
Wie seit 1973 geht es beim den traditionellen Dachauer Volksfestwettkämpfen (15.08.2009) nicht nur um gute Platzierungen, sondern auch um Bier- und Hendelmarken für die Plätze 1 bis 3. Grund genug für eine kleine Gruppe Kirchheimer sich vom „WM-Gucken“ loszureißen und ins Geschehen um die Marken miteinzugreifen.
Als Trainingswettkampf für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften (vom 28.-30.08.09 in Lage) nutzte Sunita Kumar (Jg. 89) in Dachau die Chance ihre Leistung zu überprüfen und konnte am Ende recht zufrieden sein: Über die 100m rannte sie sehr gute 12,89 sec, gewann das Kugelstoßen der Frauen mit einer Weite von 10,62m, übersprang im Hochsprung 1,55m und absolvierte die abschließenden 200m in 26,72 sec (2. Platz).
Christoph Guber (Jg. 76) belegte im Diskuswurf und im Kugelstoß der Männer jeweils den zweiten Platz. Im Kugelstoßen zeigte sich Christoph sehr zufrieden mit einer Leistung von 13,47m, wohingegen er im Diskuswurf nicht ganz zufrieden mit seiner Leistung von 38,35m war.
Christoph Guber beim Kugelstoßen in Dachau (Foto: Streng)
Eine neue persönliche Bestleistung im Kugelstoßen erreichte Christian Zimmermann (Jg.94) mit einer Leistung von 13,38m. Auch wenn der Wettbewerb für die Schüler A nicht auf dem Programm stand, so durfte Christian bei den „Großen, den Männern, mitstoßen. Im Weitsprung blieb Christian leider nicht so „cool“ wie im Kugelstoßen und sprang hierbei auf eine Weite von 4,81m.
Frisch aus Neu Seeland zurückgekehrt bestritt Lena Mayr (Jg. 93) ihren ersten Freiluftwettkampf in dieser Saison. Mit 4,34m im Weitsprung und 1,30m im Hochsprung zeigte sich die Kirchheimerin recht zufrieden: „Basst scho!“
Summa summarum um auf die Bier- und Hendelmarken zurückzukommen: Ein Hendel und vier frische Bier warteten im Anschluss auf die Kirchheimer beim Dachauer Volksfest. Na dann: Prost!
Der Kirchheimer Christian Zimmermann (Jg. 94) wurde vom BLV für den SchülerInnen A Länderkampf der Altersklasse W/M 15 (Bayern-Württemberg-Hessen) am 19.09.2009 in Heuchelheim (Hessen) im Diskuswurf nominiert.
Die Abteilung Leichtathletik des Kirchheimer SC gratuliert Christian ganz herzlich zu dieser Auszeichnung!









