Vincente Graiani holte sich am Sonntag, den 21.02., in der Ismaniger Laufserie den Silberplatz über die 2000 m Strecke in sehr guten 6:43 min. Dabei lag er am Ende eines starken Laufes lediglich eine Sekunde hinter der amtierenden Nr.1 in Deutschland über die 800 m, Linus Wiedenbauer (TuS Geretsried).
Das Läuferfeld hatte vor allem die ersten 500 m auf offenem Gelände mit starken Gegenwind zu kämpfen. Anders als die beiden Male in der Läuferserie zuvor, ließ Vincente diesmal Linus nicht wegziehen und ging gegen Ende des Rennens sogar mutig an ihm vorbei. Nach einem Konter von Linus lieferten sich beide auf den letzten hundert Metern ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, das Linus im Zielfinish knapp für sich entscheiden konnte. Da in den beiden Rennen zuvor über 1000 bzw. 1500 m noch jeweils über zehn Sekunden dazwischen lagen, spricht dies sehr für den engagierten Lauf und die sehr gute Leistung von Vincente.
Der zweite Kirchheimer Athlet, Niklas Schmidla, wurde in der Gesamtwertung erfolgreicher Dritter in der Altersklasse M12.
by Daniela Graiani-Peter
Nachdem vor zwei Wochen die Bayerischen anstanden, trat dieses Mal nur der Süden Bayerns an. Mit neun Athleten der mU16 ging der Kirchheimer SC an den Start, vier 2001er und fünf 2002er. Fast schon erwartungsgemäß gut dabei war Fabian Olbert, der mit grundsoliden Leistungen im 60m Sprint und über die 60m Hürden (7.36 s (Vorlauf), 7.40 s (Endlauf) sowie 8.45 s) sich seine ersten beiden Goldmedaillen sicherte. Die anscheinend bei den Läufen gesparte Kraft, konnte er dafür in die Kugel investieren, die 55 cm weiter als sonst flog. Mit 14.20 m und 1.31 m Vorsprung bedeutete dies neben der dritten Goldmedaille auch eine neue persönliche Bestleistung. Im Weitsprung reichte es für 5.69 m und Silber, wobei er sichtlich der fortgeschrittenen Stunde Tribut zollen musste. Etwas später angereist und noch top fit lies es Jil ordentlich krachen. Nicht weniger als fünf Mal überbot er seine bisherige Bestleistung und die 6 Metermarke. Neben 6.06, 6.11, 6.13 sowie 6.14 m gelang ihm sein weitester Sprung im vierten Versuch, den er auf 6.21 m setzte. Das wäre weiter gewesen als der Sieger der Bayerischen von vor zwei Wochen gesprungen war. Komplettiert wurde diese Leistung durch seinen Sieg im Hochsprung (1.68 m) und seinem 4. Platz über die Hürden, wobei ein starkes Touchieren der Dritten eine deutlich bessere Zeit und Platzierung verhinderte. Sehr souverän und taktisch brillant siegte Vincente Graiani über die 800m. Sich auf Platz 2 über die ersten 400 Meter zurückhaltend, setzte er sich in der zweiten Hälfte des Rennens an die Spitze und lief in 2:12.94 min noch fast vier Sekunden Vorsprung heraus. Die Leistung der 2001er rundete Daniel Maier ab, der mit 9.90 m in seinem ersten Dreisprungwettkampf gleich Silber gewinnen konnte. By the way waren das 6 von 8 möglichen Titel in dieser Altersklasse!
von links: Vincente, Florian, Daniel, Jil, Dominik, Joel, Vincent und Fabian
Für nicht ganz so viel Gold, aber eine Medaille mehr reichte es für die M14. Das Sprintpendant zu Fabian ist hier Florian Knerlein. Nach persönlicher Bestzeit im Vorlauf (7.65 s) legte er im Finale noch mal einen Zahn zu und steigerte sich auf 7.57 s, womit er Zweiter bei den Älteren geworden wäre. Nachdem Vincent Saller ebenfalls seinen Vorlauf gewonnen hatte, konnte er sich mit eingestellter Bestleistung (7.81 s) über Bronze im Sprint freuen. Highlight des Tages war wohl der Hürdenlauf. Nicht weniger als alle drei Stockerlplätze konnten von Kirchheimern errungen werden. Sieger war erneut Florian Knerlein mit persönlicher Bestleistung in sehr starken 8.89 s vor Joel Akue (9.63 s, PB) sowie Dominik Maier (9.91 s, PB) und weiteren dreieinhalb Zehnteln vor Platz 4. Ähnlich stark war auch der Auftritt im Weitsprung. Hier hatte diesmal Vincent die Nase vorne. Nach ungültigem Auftakt legte er direkt 5.57 m nach und setzte auch seine weiteren vier Versuche über fünf Meter. Er steigerte damit seine Bestleistung trotz vierwöchiger Pause um 25 cm. Joel wurde mit 5.16 m Dritter vor Dominik mit 4.98 m. Komplettiert wurde der Endkampf noch von Tom Blaimberger, der aufgrund von Achillessehnenschmerzen hinter seinen Erwartungen zurückblieb, aber die Hälfte der letzten Acht Teilnehmer im Endkampf zu Kirchheimern machte. Höhengleich mit dem Zweiten und damit ebenfalls Dritter wurde Joel auch im Hochsprung (1.61 m). Abgerundet wurde dieser Wettkampf noch vom zweiten Platz im Kugelstoßen von Florian (11.29 m, PB) in seinem zweiten Kugelwettkampf vor Vincent (4., 11.18m, PB) und Joel (5., 10.62m), der sonst auch mal gern an und über die 12 Metermarke stößt.
Fazit: 9x Gold, 4x Silber und 4x Bronze, da kann man nicht meckern 🙂
Die sieben Teilnehmerinnen traten insgesamt 21 Mal an, erzielten davon sieben Stockerlplätze, weitere acht Platzierungen unter den Top 8, sowie 12 neue Bestleistungen.
Michelle Frank (W14) konnte sich diesmal gleich drei Medaillen sichern. So sprintete sie in einer sagenhaften neuen Bestzeit von 8,19s zu Silber und schrammte damit haarscharf an Gold vorbei, das sich Lena Portius (SC Vöhringen) in 8,18s sicherte. Im Weitsprung knackte Michelle zum ersten Mal die 5m-Marke und gewann mit 5,08m verdient die Goldmedaille. Auch über die Hürden konnte ihr keine andere Starterin das Wasser reichen – sie lief in 9,41s zu Gold mit einem Vorsprung von 26 Hundertstel auf die Zweitplatzierte. Den abschließenden 800m Lauf, der als Vorbereitung für die bayerischen Mehrkampfmeisterschaften in zwei Wochen dienen sollte, lief sie sehr locker in 2:40,15 Minuten, was ebenfalls einer kleinen Verbesserung ihrer Bestleistung gleichkam.
Auch Alexandra Maier (W15) trumpfte auf und konnte ebenfalls im Weitsprung ihren ersten Sprung über 5m verbuchen. Mit 5,06m sicherte sie sich mit 15cm Vorsprung Gold. Im Kugelstoßen gelang ihr im fünften Versuch ein richtig guter Stoß, der sie mit 10,91m zu Bronze brachte. Daneben wurde sie noch vierte im Hochsprung und sechste im 60m-Hürdenlauf.
Vanessa Neubauer (U18) startete erneut in der U20 und legte diesmal die erwünschte Lockerheit an den Tag. Diese verhalf ihr nicht nur zu einer Bestleistung über die 60m (8,39s) sondern auch zur Finalteilnahme. Hierfür verzichtete sie auf einen Weitsprungversuch, was sich auszahlen sollte. Direkt nach dem Endlauf, den Vanessa als siebte beendete, lief sie wieder zum Weitsprung und wechselte in Rekordzeit ihre Spikes. Sie verlängerte ihren Anlauf nach Vorgabe um einen weiteren Fuß, traf das Brett perfekt und kam auf eine tolle neue Bestweite von 5,32m und damit den Silberrang. Im Hochsprung lief es dieses Mal wieder besser und Vanessa kam mit 1,50m auf Platz 6.
Franziska Kirchner (U20) gelang in ihrem letzten Versuch im Kugelstoßen mit 10,53m ein passabler Stoß, womit sie sich den Bronzerang sichern konnte.
Katharina Grimm (U20) verpasste im 60m Endlauf in 8,07s um einen Wimpernschlag das Treppchen und belegte am Ende hinter Katharina Vogl (TSV Peißenberg), die nach 8,06s ins Ziel kam, den undankbaren vierten Platz. Dafür konnte sie sowohl im Weitsprung mit 4,71m als auch im abschließenden 200m Lauf neue Bestleistungen verbuchen. Katharina gewann ihren Lauf in 26,47s und sicherte sich den sechsten Platz.
Jessica Holly (W14) hatte diesmal im Hürdenlauf schon einen besseren Start und lief zu einer neuen Bestzeit. Im Kugelstoßen steigerte sie ihre persönliche Bestleistung gleich um 47cm (8,62m) und belegte damit Rang 5.
Lena Gruber (W15) ging ebenfalls im Kugelstoßen an den Start und konnte mit 8,28m ihre Bestleistung einstellen.
Toller Wettkampf Mädels, weiter so!
Die guten Leistungen, die sich vor zwei Wochen an gleicher Stelle beim Munich Indoor Sportfest angedeutet hatten, konnten erfolgreich bestätigt werden. Fleißigster Medaillensammler war erneut Fabian Olbert (M15). Nach Disqualifikation, viel Diskussion und einem Juryentscheid wurde seine Vorlaufzeit von 7,22 sec über die 60m für gültig befunden. Neben Fabian gewannen die Kirchheimer mit Jil Gorzawsky (M15) und Florian Knerlein (M14; 7.59 bzw. 7.71 sec) drei der insgesamt fünf Vorläufe. Leider reicht die Zeit des noch ein Jahr jüngeren Florians nicht für die Teilnahme am Finale aus (Gesamt 11., 2. der 2002er), welches Fabian als Vorlaufschnellster dann in 7:35 sec für sich entscheiden konnte. Dicht dahinter und nur knapp noch von Maxim Schreier (TuS Feuchtwangen) geschlagen, lief Jil in ebenfalls sehr guten 7:49 sec ins Ziel und sicherte damit die Bronzemedaille. Das Sprintquartett vervollständigte Vincent Saller, der mit 8,01 sec zwei Zehntel hinter seiner Bestzeit blieb. Über die 60m Hürden erkämpfte sich Fabian mit einer recht soliden Leistung von 8.68 sec die Silbermedaille auch wenn es nicht ganz für die Zeit von 8:36 von vor zwei Wochen reichte, die weiteres Gold bedeutet hätte. Für den 7. Platz und diesmal als Schnellster des jüngeren Jahrgangs in 9.00 sec reichte es über die Hürden für Florian.
Dass die Jungs nicht nur schnell laufen können, bewiesen sie bei der einzigen Wurfdisziplin in der Halle, dem Kugelstoßen. Souverän gewann diese Fabian mit 13.65m (PB) vor seinem Teamkollegen Joel Akue (M14), der sich sehr über seine erste Medaille auf einer Bayerischen Meisterschaft freute.
Eine weitere Bronzemedaille gab es für Jil im Hochsprung mit 1,71 m. Da ihn kurz vor Weihnachten noch eine Knieverletzung zur Trainingspause gezwungen hatte, ist die Zuversicht sehr groß, dass er demnächst wieder höhere Herausforderungen in Angriff nehmen kann und meistern wird. Nur um einen Zentimeter verpasste er ebenfalls Bronze im Weitsprung, die ihm Leander Schweizer (LG Sempt) im 6. letzten Versuch noch abnehmen konnte.
Sehr starke Leistung Jungs!!! Weiter so 🙂
Auch die Mädchen zeigten sich von ihrer besten Seite. Michelle Frank (W14) ging in der Altersklasse der W15 über die 60m und im Hürdenlauf an der Start. Die 60m lief sie erneut in einer sagenhaften Bestzeit von 8.25s, was ihr als Fünftschnellste einen Platz im Endlauf bescherte. Dort gelang ihr der Start leider nicht mehr so gut, weswegen sie sich in der Endabrechnung auf Platz 8 wiederfand. Über die Hürden lief sie noch schneller als zwei Wochen vorher, nämlich 9.36s, was Platz 4 mit nur einer Hundertstel Rückstand hinter den beiden Zweitplatzierten bedeutete. Allerdings erreichte Michelle eine bessere Zeit als die drei Mädchen vor ihr (alle Jahrgang 2001) im vergangenen Jahr!
Das Kugelstoßen lief bei Alexandra Maier (W15) diesmal leider nicht ganz nach Plan. Mit 10.22m erreichte sie am Ende Platz 5, wobei sie nur 42cm hinter der Drittplatzierten (Veronika Priller vom TSV 1861 Mainburg) lag.
Die noch 15-jährige Vanessa Neubauer startete unter anderem im Dreisprung der U20. Neben einer sensationellen Serie von Sprüngen, schaffte sie es im letzten Versuch mit 10.77m ihre ursprünglich Bestleistung um ganze 64cm zu steigern und damit von Platz 4 auf den verdienten Silberrang vorzurücken.
Katharina Grimm (U20) ging erneut über die 60m und 200m an den Start und kam in beiden Disziplinen ins Finale. Im 60m Lauf konnte sie ihre Bestleistung diesmal auf sehr gute 8.05s steigern, womit sie den siebten Platz belegte. Im 200m-Vorlauf blieb die Uhr für Katharina bei 26.67s stehen, womit sie ihrer Bestleistung schon sehr nahe kam. Den Endlauf beendete sie mit etwas schweren Beinen in immer noch sehr beachtlichen 26.89s auf Rang 5.
Franziska Kirchner (U20) traf auch dieses Mal die Kugel nicht wie gewünscht und von früher gewohnt. So blieb sie mit 10.36m leider weit unter ihren Möglichkeiten und belegte am Ende den 6. Platz
Am 17. Januar fuhr die U12 des Kirchheimer SC zu ihrem ersten Wettkampf im neuen Jahr, den Hallencupmeisterschaften der U12 des Kreis Wendelstein in Bad Endorf. Fünf Disziplinen galt es zu bewältigen: 30m-Hindernislauf, Fünfsprung, Scherhochsprung, Medizinballstoß und die abschließende Grand-Prix Staffel. Insgesamt waren mit Laura Immerfall, Marla Tümmler, Isabelle Kailich, Kimberly Frieb-Preis, Vanessa Oppitz, Patrick Davidowske, Niklas Ruzek und Julius Kerber acht junge Kircheimer Athletinnen und Athleten am Start.
In der Mannschaftswertung erreichte das junge Team am Ende den guten 6. Platz von 16 gemeldeten Mannschaften. Nicht zu schlagen war an diesem Tag die Mannschaft des TSV Bad Endorf.

Doch auch die Kirchheimer durften sich über Edelmetall freuen. Einen Bronzerang in der Einzelwertung der W11 erkämpfte sich Laura Immerfall, die besonders im 30m-Hindernislauf mit der Tagesbestzeit von 6,21 sec. bei den Mädchen glänzen konnte. Mit seinem zweiten Platz konnte darüber hinaus in der Einzelwertung der M10 Patrick Davidowske einen weiteren Podestplatz für Kirchheim sichern und zeigte dabei vor allem im Medizinballstoß mit einer Weite von 8,90m seine Stärke.
Alle Ergebnisse unter www.blv-sport.de
Bericht über die Munich Indoor aus dem Münchner Merkur vom 21.01.2016 von Ludwig Stuffer:
Alle Ergebnisse nachzulesen unter www.blv-sport.de












